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Musik & Wahrheit

 
 
 

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Cellular Music

Gespeichert unter: Kunst — Remon um 23:09 Uhr am 27. März 2008

Das audio-visuelle Werk Cellular Music ist im Bereich der algorithmischen Computerkomposition anzusiedeln. Durch Zelluläre Automaten berechnete Raum-Zeit-Muster wurden mit Hilfe der Programmiersprache Processing in Klänge und Bilder gewandelt. Innerhalb dieses Experiments wurde nur die Anfangskonfiguration des Automaten vorgegeben, die zeitliche Entwicklung und damit die Komposition des Werks bestimmte nur der Algorithmus des Zellulären Automaten. Auch hier soll ein intuitiver Zugang zu rationalen Konzepten geschaffen werden.

Ausschnitt aus dem Werk (nur Audio):

Fractal Forest

Gespeichert unter: Kunst — Remon um 23:08 Uhr am 27. März 2008

Die Bilderreihe Fractal Forest zeigt eine dreidimensionale Darstellung eines Fraktals aus unterschiedlichen Perspektiven. Der aus der fraktalen Geometrie stammende Mandelbrotbaum wurde durch ein Computerprogramm zweidimensional berechnet und durch eine Farb-Höhentransformation in ein dreidimensionales Modell gewandelt. Die Intention dieser Reihe besteht darin, einen intuitiven Zugang zu scheinbar rein rationalen Denkmodellen zu erschließen.

Wahrheit und Wirklichkeit

Gespeichert unter: Wahrheit — Remon um 19:08 Uhr am 24. Januar 2008

Max Delbrück, Biophysiker und Nobelpreisträger für Medizin (1969), nähert sich den beiden Begriffen Wahrheit und Wirklichkeit in seinem Werk “Wahrheit und Wirklichkeit - Über die Evolution des Erkennens” (1986) folgendermaßen:

Wahrheit bezieht sich auf Wissen, Wirklichkeit bezieht sich auf die Objekte des Wissens. Wir befassen uns also mit Erkenntnistheorie, mit der Theorie des Wissens. …
Wir beginnen unsere erkenntnistheoretische Untersuchung vom Standpunkt des naiven Realisten aus und betrachten unser Problem von Wahrheit und Wirklichkeit im Lichte der Evolution. Dabei stellen wir drei naive Fragen:

1. Wie können wir eine Theorie des Universums ohne Leben - und daher ohne Geist - entwerfen und dann erwarten, daß sich Leben und Geist irgendwie aus diesem unbelebten und unbeseelten Anfang heraus entfalten?
2. Wie können wir die Evolution der Organismen ersinnen, bei der der Geist streng als adaptive Antwort auf den Selektionsdruck konzipiert ist, der solche Exemplare bevorzugt, die sich mit dem Leben in der Höhle zurechtfinden, und dann erwarten, daß dieser Geist in der Lage ist, die tiefgründigsten Einsichten in die Mathematik, die Kosmologie, die Materie, in die allgemeine Organisation des Lebendigen und den Geist selbst hervorbringen?
3. In der Tat, ist es überhaupt sinnvoll, den Standpunkt einzunehmen, daß die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen, aus toter Materie erstanden ist?

Den Versuch, Antworten auf diese Fragen zu geben, unternimmt er in seinem oben genannten Buch und ich werde diese hier in kleinen Beiträgen zeigen und kommentieren.

Bis bald also!

Was ist die Wirklichkeit?

Gespeichert unter: Wahrheit — Remon um 16:01 Uhr am 18. November 2007

In diesem Blog möchte ich meine Suche nach der Wirklichkeit beschreiben. Es geht mir hierbei um die Ergründung der Wahrheit, die hinter allem Sichtbaren und auch Unsichtbaren steht - dem Urgrund allen Seins.

Nach dem Versuch einer kurzen Definition der Begriffe “Wahrheit”, “Wirklichkeit” und “Sein”, die im Laufe der Zeit konkretisiert werden, werden hier wissenschaftliche Studien und Experimente vorgestellt, die unerwartete Ergebnisse zum Thema Wirklichkeit liefern.

Im Anschluss werde ich versuchen, die Ergebnisse der Experimente zu interpretieren und zu einem Weltbild zu vereinen.

Ausstellung im Pengland Mainz

Gespeichert unter: Kunst — Remon um 23:38 Uhr am 10. Oktober 2007

Vom 6.-13.10.2007 zeige ich meine Werke Cellular Music und Fractal Forest im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung mit Christoph. Ausstellungsort ist das Pengland in Mainz, Fotos finden sich auf Christophs Website.

Pressestimmen zur Ausstellung

Gespeichert unter: Kunst — Remon um 23:25 Uhr am 10. Oktober 2007

Allgemeine Zeitung Mainz
Vereinbarung von Ratio und Emotio
10.10.2007

lew. Rationalität und Emotion werden in unserer Gesellschaft von den meisten Menschen als Gegensätze begriffen. Die Künstler Christoph Nuehlen (32) und Remon (35) hinterfragen den Anspruch des 21. Jahrhunderts, alles rein rational zu sehen. Mit der aktuellen Ausstellung in der Peng-Galerie gewähren sie Einblick in ihre Weltanschauung und zeigen, dass Ratio und Emotion untrennbar miteinander verbunden sind.
Christoph Nuehlen lenkt mit Malerei, Fotografie und Videokunst den Fokus auf das Intuitive. In seinen Fotografien konzentriert er sich auf das Detail. Mit seiner Fotoreihe “L´amour 2022″ zeigt er, wie gefühlskalt zwischenmenschliche Beziehungen in der Zukunft aussehen könnten, das Motiv ist der Belüftungsschacht eines Computers. In seiner Collage “08/15 Little Boy” beschäftigt er sich mit dem Angriff auf Hiroshima. Die Atombombe, die um 8.15 Uhr abgeworfen wurde, wurde von den Soldaten zynischerweise “Little Boy” genannt. Die Collage zeigt neben Opfern, wie missgebildeten Kindern, unter anderem auch Originalbriefe. In seinen Arbeiten konzentriert er sich auf Grautöne und dunkle, trübe, verwaschene Farben oder helle Pastelltöne.
Die Bilder und Videos regen zum Nachdenken an. In Remons Videoinstallation “Cellular Music” ziehen Klänge den Betrachter in seinen Bann. Die Intention seiner Arbeiten ist ein emotionaler Zugang zu rationalem Denken.
“Sonnenaufgang fürs Abendland” ist der Titel ihrer Ausstellung. Der Sonnenaufgang symbolisiert dabei die Bereitschaft, Emotion in der abendländischen Industriegesellschaft zuzulassen.

Die Ausstellung ist bis Samstag, 13. Oktober, 17 bis 20 Uhr, im “Pengland”, Reichklarastraße 2-4, zu sehen. Am Samstag endet der “Sonnenaufgang fürs Abendland” mit einer Finissage um 19 Uhr.

Rhein-Zeitung Mainz
Kreative Denkanstöße gegen die allzu glatte Oberfläche
8.10.2007

Christoph Nuehlen und Remon präsentieren ihre Werke im “Pengland”

MAINZ. Mit ihrem “Sonnenaufgang fürs Abendland” setzen Christoph Nuehlen und Remon im “Pengland” neue Licht- und Denkimpulse. In ihrer Ausstellung durchleuchten sie das aktuelle ästhetische Empfinden, dem für sie häufig nur noch “nahtlos blank polierte und glatte Oberflächenmerkmale” entsprechen. Dabei ist “Kunst eine Form der Kommunikation, und es sollte der Rede wert sein, was man in ihr äußert”, sagt Nuehlen.
Warum ist zum Beispiel auf seiner mit “08/15 Little Boy” betitelten Décollage aus Fotos, Materialrelief und Briefen von Piloten ein deformierter Fötus zu sehen? Weil auf ihr der Abwurf der beängstigend liebevoll “Little Boy” genannten Bombe auf Hiroshima am 6. August 1945 um 8.15 Uhr thematisiert wird. Sie sorgte dafür, dass viele kleine Jungen dort bis heute eben nicht als 08/15-Kinder auf die Welt kommen.
In seinem “Memento Mori” dekonstruiert er dann den Schrecken des Todes. Den Schädel auf dem mit Acrylfarben und Edding gemalten Gemälde schmückt unter anderem eine Blume und in seinem Kopf findet gerade eine Explosion statt, die Nuehlen als “Urknall des Bewußtseins” bezeichnet. Schließlich geht mit der Vergegenwärtigung der Endlichkeit auch eine erhöhte Sensibilität für den Wert des Lebens einher. So wird Nuehlens Bild ein Bewusstseins forderndes Gegenmodel zum todesblinden Vorwärtsstreben unserer Zeit.
Auch Remons Werke dekonstruieren eine verbreitete Einstellung, nämlich die, dass Mathematik immer kalt und abstrakt sein muss. In seinem audiovisuellen Werk “Cellular Music” ließ er durch zelluläre Automaten berechnete Raum-Zeit-Muster durch eine Programmiersprache in Klänge und Bilder wandeln. Das Ergebnis: fließende Grafik und ein fast sakraler Tonteppich. Auch seinem “Fractal Forest” liegt ein mathematisches Modell zugrunde, der “Mandelbrotbaum”. Den ließ Remon vom elktrischen Zauberkasten zu einem waldartigen Gebilde wandeln, dessen nadelartige “Bäume” unheimliche Schatten werfen. Die Mathematik stellt sich für Remon so als “märchenhaft mystisch und träumerisch” dar. Nele Schüller

Die Ausstellung im Pengland, Reichklarastraße 2-4, ist bis Samstag, 13. Oktober, täglich von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

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